Einleitung
Wer auf Fehmarn ankommt, merkt schnell, dass Strand nicht gleich Strand ist. Die Insel hat Küste in fast alle Richtungen, und jeder Abschnitt fühlt sich anders an. Mal belebt, mal ruhig. Mal mit Promenade, mal ganz naturbelassen. Viele fahren immer an denselben Strand, obwohl ein paar Minuten mehr Weg oft eine ganz andere Stimmung bringen.
Wenn du weißt, welcher Strand zu dir passt und wann er sich lohnt, wird dein Tag am Meer entspannter. Hier findest du eine Übersicht der schönsten Strände auf Fehmarn, sachlich erklärt und mit praktischen Hinweisen, die Einheimische im Alltag berücksichtigen.
Südstrand. Zentral, belebt und gut erreichbar
Was den Südstrand ausmacht
Der Südstrand liegt nahe bei Burg und ist der bekannteste Strand der Insel. Promenade, Strandkörbe, Cafés, Imbisse und das FehMare liegen direkt hinter dem Deich. Der Strand ist breit, flach abfallend und gut erschlossen.
Im Sommer ist hier viel los. Familien, Tagesgäste und Urlauber nutzen die gute Infrastruktur. Im Winter und in der Nebensaison wird es deutlich ruhiger, dann zeigt sich eine andere Seite.
Für wen der Südstrand geeignet ist
Wenn du kurze Wege schätzt, gern zwischendurch einen Kaffee trinkst oder mit Kindern unterwegs bist, bist du hier richtig. Auch bei wechselhaftem Wetter kannst du gut spazieren gehen, da die Promenade durchgehend begehbar ist.
Praktische Infos:
Große Parkplätze direkt hinter dem Deich, in der Hauptsaison kostenpflichtig. Strandkörbe von Frühjahr bis Herbst. Toiletten, Duschen und Gastronomie vor Ort.
Meeschendorf. Ruhiger Strand südlich vom Trubel
Der entspannte Nachbar des Südstrands
Nur wenige Minuten vom Südstrand entfernt liegt Meeschendorf. Der Strand ist kleiner, naturbelassener und weniger frequentiert. Keine durchgehende Promenade, dafür mehr Ruhe.
Viele Einheimische weichen im Sommer bewusst hierher aus, vor allem am Abend. Dann ist es ruhig, das Licht flach, und der Strand leert sich schnell.
Wann Meeschendorf besonders angenehm ist
Abends und außerhalb der Ferien ist Meeschendorf ideal. Auch im Herbst und Winter lohnt sich ein Spaziergang, da der Strand offen und wenig bebaut ist.
Hinweis:
Parkplatz direkt hinter den Dünen, meist günstiger als am Südstrand. Weniger Infrastruktur, also Getränke oder Snacks besser mitbringen.
Westermarkelsdorf. Weite, Wind und Naturstrand
Offene Küste an der Westseite
Westermarkelsdorf liegt an der Westküste und fühlt sich ganz anders an als die Südseite. Der Strand ist weitläufig, naturbelassen und oft windig. Es gibt keine Strandkörbe, keine Promenade, kaum Bebauung.
Genau das schätzen viele. Hier bist du nah an der Natur, mit freiem Blick übers Meer.
Für wen sich Westermarkelsdorf lohnt
Wenn du Platz suchst, gern spazieren gehst oder einfach am Wasser stehen willst, bist du hier richtig. Auch bei Wind ist der Strand beliebt, etwa bei Spaziergängern oder Kitesurfern.
Lokale Beobachtung:
Viele Fehmaraner kommen hierher, wenn sie nur kurz ans Meer wollen. Zehn Minuten stehen, schauen, weiterfahren. Das reicht oft schon.
Praktische Infos:
Kleiner Parkplatz direkt am Strand, meist kostenlos. Keine Gastronomie. Feste Schuhe sind sinnvoll, der Untergrund ist naturbelassen.
Grüner Brink. Strand und Naturschutzgebiet im Norden
Besonderer Ort mit Regeln
Der Grüne Brink liegt an der Nordküste bei Puttgarden. Es handelt sich um ein Naturschutzgebiet mit Lagunen, Wiesen und Strandabschnitten. Der Zugang ist geregelt, nicht alle Bereiche sind frei betretbar.
Der Strand wirkt flach und offen, mit weitem Blick Richtung Ostsee. Gerade im Herbst und Winter ist hier viel Vogelzug zu beobachten.
Was du hier machen kannst
Spazieren gehen, beobachten, zur Ruhe kommen. Baden spielt hier eine untergeordnete Rolle, dafür ist der Ort landschaftlich interessant.
Wichtig zu wissen:
Bleib auf den Wegen und halte Abstand zu Brut und Rastplätzen. Hunde müssen angeleint sein.
Praktische Infos:
Großer Parkplatz am Deich, kostenlos. Toiletten am Infohäuschen. Kaum Schatten, im Sommer Sonnenschutz mitnehmen.
Orth. Kleiner Strand am Hafen
Überschaubar und ruhig
Orth liegt im Westen der Insel, direkt am Burger Binnensee. Der Strand ist klein, eher eine Badestelle, aber gut erreichbar. In der Nähe liegen Hafen, Cafés und kleine Wege.
Im Sommer ist Orth tagsüber gut besucht, abends wird es schnell ruhig. Außerhalb der Saison triffst du hier oft nur wenige Leute.
Wann Orth gut passt
Für einen kurzen Badestopp, nach einem Spaziergang oder in Kombination mit einem Cafébesuch. Auch für Familien mit kleinen Kindern ist der flache Einstieg angenehm.
Hinweis:
Parken am Ortseingang, tagsüber meist kostenpflichtig. Gastronomie direkt im Ort.
Lemkenhafen. Strandgefühl am Hafenrand
Kein klassischer Strand, aber viel Atmosphäre
Lemkenhafen liegt im Südwesten der Insel. Einen klassischen Sandstrand gibt es hier nicht, dafür flache Uferbereiche, Stege und viel Wasserblick.
Viele kommen nicht zum Baden, sondern zum Sitzen, Schauen oder für einen kurzen Spaziergang am Wasser.
Besonders abends interessant
Am späten Nachmittag und Abend ist Lemkenhafen ruhig. Das Licht ist oft klar, der Hafen wird stiller, und man bleibt gern ein paar Minuten länger.
Praktische Infos:
Hafenparkplatz direkt am Wasser. In der Hauptsaison kostenpflichtig, sonst oft kostenlos. Gastronomie am Hafen vorhanden.
Staberhuk. Südostspitze mit weitem Blick
Offene Küste mit Leuchtturm
Staberhuk liegt an der Südostspitze der Insel. Der Strand ist naturbelassen, mit Steinen, Gras und offenen Flächen. Es gibt Wege entlang der Küste und freie Sicht übers Meer.
Der Leuchtturm dient als Orientierungspunkt, der Strand selbst ist ruhig und wenig besucht.
Wann sich Staberhuk lohnt
Bei klarer Sicht und wenig Wind ist Staberhuk ideal für Spaziergänge. Auch im Winter kommen viele Einheimische hierher, um kurz ans Wasser zu gehen.
Hinweis:
Parkplätze an der Straße vor dem Leuchtturm, kostenlos. Feste Schuhe sind sinnvoll, der Strand ist nicht durchgehend sandig.
Wulfener Hals. Strand und Wassersport
Mischung aus Strand und Aktivität
Der Wulfener Hals liegt zwischen Ostsee und Burger Binnensee. Der Strandbereich ist gepflegt, mit flachen Einstiegen. Gleichzeitig ist das Gebiet ein Zentrum für Surfer und Kiter.
Im Sommer ist hier viel Bewegung, außerhalb der Saison wird es ruhiger, bleibt aber offen zugänglich.
Für wen der Wulfener Hals passt
Wenn du Wassersport beobachten willst oder selbst aktiv bist, bist du hier richtig. Auch Spaziergänge entlang des Deichs sind möglich.
Praktische Infos:
Parkplätze in der Nähe des Ferienparks, teils kostenpflichtig. Gastronomie und Sanitäranlagen vorhanden.
Insider-Tipp. Strandwahl nach Windrichtung
Viele entscheiden ihren Strandbesuch nach dem Wetter. Ein einfacher Grundsatz hilft:
Bei Westwind ist die Ostküste oft ruhiger, etwa Südstrand oder Staberhuk.
Bei Ostwind lohnt sich die Westküste, etwa Westermarkelsdorf oder Lemkenhafen.
Viele Einheimische schauen kurz auf den Wind und fahren dann gezielt los. Das spart Nerven und sorgt für mehr Ruhe am Strand.
Praktische Hinweise für deinen Strandtag
Parken
In der Hauptsaison sind zentrale Strände kostenpflichtig. In der Nebensaison sind viele Automaten außer Betrieb. Abends nach 18 Uhr ist Parken an vielen Strandplätzen kostenlos.
Mehr zu Fehmarns Parkplätzen findest du hier: Parken auf Fehmarn: kostenlose Parkplätze & Insider-Tipps
Jahreszeiten
Sommer bringt Trubel und Infrastruktur. Herbst und Winter bieten Ruhe und Platz, dafür weniger Angebote vor Ort. Frühling ist oft eine gute Mischung.
Kleidung
Auch im Sommer kann es windig sein. Eine leichte Jacke schadet nie. Im Herbst und Winter sind winddichte Kleidung und feste Schuhe wichtig.
Fazit
Die schönsten Strände auf Fehmarn sind sehr unterschiedlich. Es gibt keinen Strand, der für alle passt, aber für fast jede Situation den richtigen Ort. Mal lebendig, mal ruhig. Mal sandig, mal naturbelassen.
Wenn du bereit bist, ein paar Minuten mehr zu fahren oder den Strand nach Wetter und Tageszeit zu wählen, erlebst du Fehmarn deutlich entspannter. Genau das machen viele Einheimische auch.












